Ablauf und Inhalte des Unterrichtes

Die Situation von Tieren unter dem Einfluss von Menschen wird anhand von Beispielen betrachtet. Auswahl, Schwerpunkte und Tiefe der Themen werden individuell mit den Lehrkräften abgestimmt und sind abhängig von Altersstufe, Schulform, Unterrichtsfach, Vorwissen, zur Verfügung stehender Zeit u. v. m.

Die Vermittlung von Fakten ist uns ebenso wichtig wie deren inhaltliche und ethische Diskussion und das Aufzeigen von Handlungsperspektiven. Tierschutzthemen können in den Fachunterricht oder fächerübergreifend in Projekttage oder –wochen integriert werden. 

Die Dauer unseres Tierschutzunterrichtes liegt je nach Wunsch und Möglichkeit der Interessierten bei zwei oder mehreren Unterrichtsstunden. Gerne sprechen wir den Aufbau und die Eingliederung des Unterrichtes vorher mit den Lehrerinnen ab. Informationsmaterial kann zusätzlich von Seiten der Schüler und Schülerinnen mitgebracht werden.

Tierschutzunterricht ist im Elementarunterricht ebenso sinnvoll wie in weiterführenden Schulen bis hin zur Oberstufe und Berufsfachschule.

Nicht zuletzt bieten Tierschutzlehrerinnen und Tierschutzlehrer Hilfestellung, wenn Schülerinnen und Schülersich in Tierschutz-AGs engagieren möchten.

Aufbau des Unterrichtes

Ethischer Einstieg: Die Bedeutung eines jeden Lebewesens, die Gefühlsbreite unserer Geschöpfe; Information-/Orientierungsteil: unterstützt durch Texte, Gedichte, Folien, Filme, Diskussionen; Lösungsmöglichkeiten: Welche Zukunftsperspektiven gibt es? Wie können Vorschläge für Änderungen im eigenen Verhalten gegenüber den Tieren und der Umwelt aussehen? Denn jeder von uns kann helfen, mit den Mitteln, die er hat, an dem Ort, an dem er ist.

In Grundschulen (6 bis 10 Jahre) werden die Kinder durch Gespräche, Rollenspiele, Geschichten und andere kindgerechte Informationen einfühlsam mit den verschiedensten Tierschutzthemen vertraut gemacht. Ab der Sekundarstufe I (ab 11 Jahren) erhält die sachliche Information mit zunehmendem Alter der Kinder größere Bedeutung. Das Überdenken des eigenen Handelns wird angeregt. Es werden durch umfangreiches Anschauungsmaterial größere Zusammenhänge vermittelt zwischen Tiernutzung und Problemen wie Verschmutzung von Gewässern, Luft, Böden; Abholzung von Regenwäldern; Monokulturen; Welt-Hunger; Zivilisationskrankheiten etc.